12 Punkte-Programm für ein gutes Bild          (nach Hans Daucher)
Komposition
1.  Eine mittige Komposition wirkt oft sakral und steif.
Besser: goldener Schnitt.
(Anm. PG:  Zitat Daucher: "nur das Jesuskind liegt in der Mitte", Symmetrie vermeiden!)
2.  Durch den Bildrand angeschnittene Formen, aber
 auch ungewöhnliche Blickwinkel können das Bild
 spannend machen.
3. Formen: große – kleine, viel – wenig,
gerade (geometrische) – runde (amorphe).
4. Ein Bild sollte eine Dominante haben
(durch Form, Farbe oder beides)
Räumlichkeit
5. Räumlichkeit und Spannung durch Überschneidung.
6. Räumlichkeit durch „vorne groß, hinten klein“.
7. Auch eine Horizont- oder Standlinie erzeugt
Räumlichkeit.

Figuration – Abstraktion
8. Man sollte bei einer Entscheidung bleiben:
entweder naturnah oder abstrahiert.
9. Eine sensible dunkle Umrandung der Formen
 unterstützt und konkretisiert eine gewollte Abstraktion.
Farbe
10. A) Farben, die nebeneinander gesetzt werden,
sollten entweder aus derselben Farbfamilie stammen oder die gleiche Helligkeit haben.
B) eine Farbe sollte nicht isoliert, d.h. nur einmal im Bild auftauchen.
(Anm. PG: mehrmals, in ungleichmäßiger Verteilung und Quantität)
11. Jedes Bild sollte Schwarz und Weiß
oder/und Grau enthalten.
(Anm. PG:   abgetönt, mit mehr od. weniger Spuren anderer Farben, bis hin zum Grenzfall, dem Schwarz, Weiß, Grau. Die reinen Farben nur in flächigen Grafiken oder plakativen Motiven )
Fläche
12. Nicht nur Farben, sondern auch Strukturen
unterstützen die Unterscheidbarkeit von Flächen.
Eine gemalte Fläche sollte auch malerisch sein (Malgrund, Struktur, Textur, Duktus, Pinselspuren etc.)

Quelle:
Jeannette Daucher, im Katalog "Die Fraueninsel - Quelle der Inspiration" Eigenverlag, München 2019, S. 73)